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Virtual Insanity

Virtual Insanity

Ausstellung mit Rundgang um 15 Uhr, außer 2.8. Ausstellungseröffnung

Mit "Virtual Insanity" erobert Jamiroquai 1996 die internationalen Charts. Ein Song, der den Einzug einer neuen Ära begleitet, weil er sie vokal und tonal einfängt. Ein Video, das legendär geworden ist, weil es den Verlust der Bodenhaftung, die Haltlosigkeit von Mensch und Situation in damals spektakuläre Bilder umsetzt.

Nicht der Begriff „virtual insanity“ doch seine Bedeutung hat sich bestätigt. Das steigende Abgleiten in virtuelle Realitäten führt in steigendem Maße zu Wahrnehmungsstörungen, Eskapismus, Verrohung.

Als „Simulatorkrankheit“ oder „Motion Sickness“ werden Erschöpfung und Schwindel bezeichnet, die eintreten, wenn sich tatsächliche Bewegungen des Körpers nicht mit visuell wahrgenommenen decken, so zum Beispiel beim Tragen einer VR-Brille. Durch VR-Brillen, Augmented-Reality-Anwendungen, vielleicht bald spezielle Kontaktlinsen erobert die Zukunft längst unsere Gegenwart.

Computervermittelte Realitäten, die Durchmischung von realer und virtueller Realität, die Erweiterung unserer realen Umgebung um künstliche Elemente wie Avatare oder virtuelle Objekte – all dies sind Erlebnisräume, die die menschliche Wahrnehmung und Erfahrung verändern, sie erweitern. Sie bilden nur einige Beispiele dafür, dass und wie unsere Wirklichkeit beständig wächst.

Längst arbeiten Wissenschaftler daran den Begriff Wirklichkeit neu zu definieren; freier, als das, was ganz allgemein eine Wirkung zeigt. Doch welche Wirkungen können das sein, die neue Technologien im Zusammenspiel mit dem Menschen auslösen? Wie machen sie sich bemerkbar und wann?

Die Ausstellung Virtual Insanity beschäftigt sich mit der Ausdehnung der Realität und deren Schattenseiten. Wachstum und Veränderung sind die Motoren menschlichen Denkens und gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie stimulieren, wirken sinnstiftend, können notwendig sein. Gleichzeitig können sie Felder aktivieren, Gedanken und Handlungen auslösen, die weder gewollt, noch steuerbar sind. Indem sich zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen mit Fragen und Erscheinungen der Gegenwart beschäftigen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zu deren Verständnis.

Künstler
Antoine Catala
Cao Fei
Jon Rafman
Jordan Wolfson
Harun Farocki
Eva & Franco Mattes
Refrakt &
Nicole Ruggiero & Molly Soda
Renaud Jerez
Igor Simić
Tabita Rezaire

Veranstaltungstermin:
12.08.2018, 15:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Kunsthalle Mainz | Kunsthalle Mainz
Am Zollhafen 3-5
55118 Mainz

TEL: 06131 126936
WEB: www.kunsthalle-mainz.de

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