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Nathan der Weise. Lessing

Nathan der Weise. Lessing

Im Rahmen des Themenschwerpunkts: ZU – FLUCHT.

1189 – Waffen. Still. Stand in Jerusalem ...

... wieder ist ein Sturm auf diese Stadt, die von Juden, Muslimen und Christen gleichermaßen „Die Heilige“ genannt wird, gebannt – alle Seiten vertrauen auf ihren Glauben und dass Gott (ihr Gott) ihnen beisteht. Und auch der Frieden ist auf allen drei Seiten „heilig“. Und doch ist für die Streitenden auch der Krieg ein Mittel, den für sie wahren Glauben zu verteidigen, gegen Feinde und gegen Ungläubige.

... gerade ist noch ein Mädchen aus einem brennenden Haus gerettet worden – dem einen sind seine sieben Söhne und seine Frau getötet – dem anderen die Köpfe seiner Kameraden abgeschlagen, neunzehn an der Zahl. Und auf politischer Seite zerbricht man sich den Kopf, ob einer des einen Glaubens das Waisenmädchen aus dem des anderen Glauben wie ein Vater lieben und auferziehen darf.

... die Verlierer sollen die Stadt verlassen, mit der Auflage eines hohen Lösegeldes – unter der Hand aber wird auf allen Seiten schon auf einen neuen Waffengang hin vorbereitet. Und überall wird nach Geld gesucht, mit dem der nächste Anschlag auf- und gegeneinander finanziert werden kann. Und einer erfindet eine Geschichte, mit der darauf aufmerksam machen will, dass der unterschiedliche Glaube aller drei Parteien gleichermaßen so viel wert ist, wie drei Ringe, von denen keiner sich von den jeweils zwei anderen an Wert unterscheidet.

1192 – nach drei Jahren und acht Monaten – bricht der Krieg erneut und unerbittlich wieder aus ...

... es wird dies die vierte Großoffensive sein, mit der versucht wird, die Machtverhältnisse in der „Heiligen Stadt“ zu ändern, es folgt dann der fünfte, dann der sechste und, und . . .

Und heute –

War ein Krieg jemals „heilig“ ?

Regie: Willy Praml
Dramaturgie/Bühne/Kostümbild: Michael Weber
Produktionsleitung: Rebekka Waitz
Textfassung: Michael Weber
Musikalische Leitung: Jakob Rullhusen
Chorleitung: Bettina Strübel
Licht und Ton: Johannes Schmidt
mit: Reinhold Behling, Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Mohammad Ismail, Nina Karimy, Michael Weber
Arabischer Chor: Mohammad Fadi Alhamwi, Mustafa Baker, Ibrahim Mahmoud, Diab Omar, Baha Shaar, Abdul Aziz Zähter, Shawkat Dabyan, Fadi Bardaqji und einem hebräisch singenden Chor.

Veranstaltungstermin:
06.10.2019, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Theater Willy Praml | Naxoshalle
Waldschmidtstraße 19
60316 Frankfurt am Main

TEL: 069 - 43 05 47 33
WEB: www.theater-willypraml.de

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